Kreativität und Phantasie in der Jugendarbeit

Kreativität ist der Schlüssel zu den Grundlagen der Bildungsarbeit der Jugendverbände der Gemeinschaft Christlichen Lebens (J-GCL) Diözesanverband Aachen in der Bleiberger Fabrik. Bereits in den 60 iger Jahren entdeckte der Jesuitenpater Erich Lennartz die Chancen des kreativen Arbeitens mit Kindern und Jugendlichen. Das stark kopflastige schulische Lernen sollte durch eine unmittelbare sinnliche Auseinandersetzung mit kreativen Medien erweitert werden. Der schöpferische Prozess bot zudem vielfältige Ansatzpunkte für einen persönlichkeitsbildenden Lernprozess in der Gruppe. Auf diesem Hintergrund entstand die Idee einer breit angelegten musisch-kreativen Bildungsarbeit.

Heute ist diese traditionsreiche Idee wichtiger denn je. Die ganzheitliche Bildung junger Menschen wird immer bedeutsamer auf dem Hintergrund der leistungsorientierten Anforderungen die Schule und Gesellschaft offensiv formulieren. Der zweckfreie Entwicklungsraum von Kindern und Jugendlichen wird immer enger geschnürt. Ihre Lebenswelt ist bestimmt von neuen Medien, Erfahrungen aus der Konserve und künstlichen Leitbildern. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Potentiale ist sehr gering und muss sich an den vorgegeben Lehrplänen und Leistungsplänen der Bildungspolitiker messen, die zur Zeit immer höher geschraubt werden.

In dieser Landschaft behauptet sich eine traditionsreiche Form der jugendkulturellen Bildungsarbeit, deren Ziele seit den Gründungsjahren die Gleichen geblieben sind. Auch die Form hat sich über die Jahre nur unwesentlich verändert. Die musisch-kreativen Werkwochen locken immer noch hunderte Kinder und Jugendliche nach Aachen. Kinder und Jugendliche entdecken hier ungeahnte Potentiale und schaffen erstaunliche Kunstwerke unter fachlicher Anleitung. Die Werkwochen werden in allen Schulferien vier bzw. fünf Tage angeboten. Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit mit oder ohne Übernachtung an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Tagsüber werden die kreativen Werkstätten geöffnet, am Abend bieten die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen ein spannendes Freizeitprogramm mit Nachtwanderung, Singrunde und Spielen an. Die Kosten für die Werkwochen sind relativ gering, so dass breite Bevölkerungsschichten dieses Angebot wahrnehmen können. 70-80% der Kinder und Jugendlichen nehmen regelmäßig an den Werkwochen teil, dabei wachsen Beziehungen über geographische Grenzen hinweg und werden über Jahre gepflegt.

Eine Idee verbreitet sich

Die Idee der Werkwochen wurde in den 80iger Jahren durch das Angebot der musisch-kreativen Klassenfahrt auf den schulischen Bereich ausgeweitet. Schwerpunktmäßig kommen Kinder der Jahrgangsstufe 4 der Grundschule zu ihrer Abschlussfahrt. Analog zu den Werkwochen erleben Kinder in einem anregenden künstlerischen Umfeld ihre kreativen Möglichkeiten auf eine ganz neue Weise. Im Kontakt mit den KünstlerInnen, die sie begleiten, öffnen sie sich für neue Lernprozesse.

Seit 1999 bietet die J-GCL im Rahmen von Kooperationsprojekten mit Aachener Schulen musisch-kreative Werkstätten in Schulen an, die durch Betreuungsangebote ergänzt werden. Die Erfahrungen in den beschriebenen Praxisfeldern sind durchweg ähnlich. Immer wieder berichten begeisterte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, dass die Kinder in den kreativen Angeboten neue Seiten ihrer Persönlichkeiten entdecken und durch kreative Medien zu neuen Ausdrucksformen gelangen, die positive Wirkungen auf ihre Entwicklung haben. Die Arbeit in der Gruppe motiviert Dinge auszuprobieren, die sich die Einzelnen im Vorfeld nicht zutrauen. Haben sie die erste Hemmschwelle überwunden, sind sie in ihrer Begeisterung häufig nicht mehr zu bremsen, die lustvolle Entdeckung ungewöhnlicher Materialien beim Matschen mit Pappmaschée oder das Ausprobieren neuer Rollen beim Theaterspielen bieten eine breite Palette von Erprobungs und Erlebnisräumen, die in Schule und Elternhaus verloren gegangen sind.

Die Werkwochen

Am Beispiel der musisch-kreative Werkwochen, der Keimzelle der kreativen Bewegung in der J-GCL, lassen sich die Grundlagen der Arbeit praktisch beschreiben. Das vielfältige Angebot in den kreativen Werkstätten der J-GCL animiert Jugendliche aktiv zu werden, Neues auszuprobieren und den Kopf auszuschalten. Im Mittelpunkt steht der Einzelne mit seinem persönlichen Zugang zum kreativen Prozess, in dem Fragen, Visionen und Deutungen zum Ausdruck kommen. Dies geschieht nicht immer in kleinen überschaubaren Gruppen, in den Werkwochen treffen 100 Jugendliche zusammen, um eine eigene Gruppenkultur zu schaffen, die sie selbst gestalten können. Hier erleben sie einen druckfreien Raum, der im krassen Gegensatz zu dem stark normierten schulischen Alltag steht und deshalb so erfolgreich werden konnte.

Im Mittelpunkt der Werkwoche steht wie vor 35 Jahren schon eine Fülle von Werkangeboten. Neben den traditionellen Evergreens wie: Speckstein, Batik, Marionettenbau, Holzarbeiten, Bildhauerei, Gestalten, Tonarbeiten, Seidenmalerei, Video, Theater, Tanz stehen inzwischen eine Reihe neuer Kurse auf dem Programm, die aktuelle Trends aufgreifen oder neue künstlerische Experimente darstellen. In den letzten Jahren wurden Kurse wie Didgeridoo (australischen Musikinstrument), Papierschöpfen, Songwerkstatt, HipHop, Comiczeichnen, Perkussion und Natur erleben angeboten. In den Werkkursen finden die TeilnehmerInnen ein vielfältiges Materialangebot und eine fachkundige Anleitung durch die ReferentInnen.

Was unterscheidet die Werkkurse von herkömmlichen „Bastelangeboten“? Hier werden Kinder und Jugendliche an das freie künstlerische Arbeiten herangeführt, indem sie sich auf das Material und seine spezielle Ästhetik einlassen und in eine lebendige Kommunikation zwischen den Vorgaben des Materials und eigenen Ideen treten. Es beginnt ein wechselseitiger Prozess zwischen dem Einzelnen und dem Material, dass sich durch die Einwirkung seiner Hände verändert und diese wiederum dinglich und konkret Form annimmt. Die Kinder und Jugendlichen entdecken in der musisch-kreativen Arbeit neue Fähigkeiten und erleben , dass sie mit ihren Händen etwas Neues , teilweise Ungewöhnliches oder Überraschendes schaffen können. Diese existentielle Erfahrung ist heute besonders wichtig, da die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zunehmend technisiert ist und sie in ihrem direkten Lebensumfeld keine Möglichkeiten der unmittelbaren Sinneserfahrung haben.

Die Kinder und Jugendlichen werden in den Werkwochen nicht auf einen Themenbereich festgelegt, sondern entscheiden frei wie lange und intensiv sie einen Kurs besuchen. Sie wechseln die Kurse spontan und lassen sich durch das Angebot anregen. Auf diese Weise erhalten die Kinder und Jugendlichen schnell einen Überblick über die gesamte Angebotspalette und entscheiden sich für ihren persönlichen Schwerpunkte. Es entsteht eine besondere Dynamik, die die Geduld und Fachkompetenz der ReferentInnen herausfordert. In dieser ungewohnten Freiheit blühen Kinder und Jugendliche geradezu auf, da sie selbst ihr Tempo und Thema bestimmen. Die ReferentInnen in den Werkkursen sind durchweg KünstlerInnen, die über viele Jahre hinweg den Werkwochen treu sind und ein intuitives Gespür für die Fragen von Kindern und Jugendlichen haben. Sie schaffen in ihren Kursen den Spagat zwischen „banaler“ Materialimprovisation und künstlerischer Auseinandersetzung. Sie sind der Katalysator für den kreativen Prozess und nicht deren MacherIn.

Das kreative Arbeiten fördert die Bereitschaft Neues auszuprobieren und zu schaffen. Kinder lassen sich selbstverständlich auf einen Entstehungsprozess ein in dem sie ganz neue Seiten an sich entdecken und Dinge zu Stande bringen, die sie sich bisher nicht zugetraut haben. Dabei wächst ihr Selbstvertrauen und ihre Innovationsbereitschaft. Sie kommen mit Materialien in Kontakt, mit denen sie in ihrem täglichen Leben kaum mehr in Verbindung kommen. Ideen werden produziert, die weit über die schulisch standardisierten Denkmuster hinausgehen. Gleichzeitig entsteht eine feste Bindung zu dem Werkstück, das was mit eigenen Händen geschaffen wurde hat eine ganz andere Wertigkeit als industriell gefertigte Produkte, die standardisiert sind und nicht einzigartig wie das selbst geschaffene Kunstwerk. In der Ausstellung, die sich an jede Werkwoche anschließt zeigen die Kinder und Jugendlichen voller Stolz ihre Arbeiten, die im Licht einer professionellen Präsentation an Glanz gewinnen. Die darstellerischen Künste zeigen ihre Produktionen auf der Bühne und genießen das Scheinwerferlicht und den Applaus, die nachhaltig auf das Selbstbewusstsein wirken. Diese Medien gewinnen in den letzten Jahren an zunehmender Attraktivität und werden immer wieder mit neuem Leben und unverwechselbaren Ideen gefüllt.

Kinder und Jugendliche schätzen besonders das freie und offene Angebot in den Werkstätten, da sie hier ohne Leistungsvorgaben eine Fülle unterschiedlicher Angebote vorfinden, die sie nutzen können. Für NeueinsteigerInnen ist das Werkangebot zudem eine hilfreiche Stütze, um in einer großen unbekannten Gruppe den eigenen Platz zu finden. Später entscheiden die Kinder und Jugendliche nach eigener Stimmung wie viel und wie intensiv sie das Werkangebot wahrnehmen. Es gibt Lebensphasen wo die Bedeutung dieses Teils der Werkwochen ganz in den Hintergrund tritt, zu Gunsten von gruppenbezogenen Aktivitäten, die das soziale Lernen und das Kennen lernen des anderen Geschlechtes stärker fördern. Aber dies gehört zu dem ganzheitlichen Ansatz genauso dazu, wie eine qualifizierte künstlerische Anleitung durch die ReferentInnen.

Neben den ReferentInnen ist die Gruppendynamik ein wichtiger Motor der Arbeit der J-GCL. In altersgemischten Gruppen geschieht soziales Lernen, ohne Lehrplan. Insgesamt nehmen an einer Werkwoche zwischen 80 und 100 Kinder und Jugendliche teil, in einer solchen Großgruppe, wird Rücksichtnahme wie von selbst vermittelt. Die TeilnehmerInnen kommen aus verschiedenen Städten, Dörfern, Regionen und jugendkulturellen Zusammenhängen, so dass es ein buntes Gemisch von Persönlichkeiten und Modellen zusammentrifft an denen sich Einzelne orientieren oder auch reiben können. Hier sind besonders die TeamerInnen gefragt, ehemalige TeilnehmerInnen, die sich um das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen in einem partnerschaftlichen Dialog sorgen. Ihr Engagement und ihre emotionale Nähe zu den TeilnehmerInnen ist ein tragendes Element der Werkwochen. Die Kinder und Jugendlichen erleben die Werkwoche als eine Familie in der sie mit ihren Eigenarten ganz angenommen und aufgehoben sind. Obwohl die Werkwochen immer „nur“ in den Schulferien angeboten werden und die TeilnehmerInnen sich wochenlang nicht sehen entstehen langfristige Bindungen zwischen den Einzelnen und der Gruppe. Besonders reizvoll macht die Werkwochen für viele Kinder und Jugendliche das hohe Maß an Freiheit, die sie als TeilnehmerInnen erleben, angefangen bei der Kursauswahl bis zum organisatorischen Rahmen, wo die Organisatoren versuchen mit wenig eingrenzenden Normen auszukommen.

Die GruppenleiterInnen, in den Werkwochen „Teamer“ genannt, verstehen sich als PartnerIn der Kinder und Jugendlichen, die sie über unterschiedliche Lebensphasen hinwegbegleiten und in ihrem Handeln Modell sind. Sie sind aber auch Diejenigen die Grenzen aufzeigen und dafür sorgen, dass sich alle TeilnehmerInnen an die verabredeten Spielregeln halten, um das Leben in einer großen Gruppe in einem verhältnismäßig kleinen Haus nicht ins Chaos abgleiten zu lassen. Neben den Kursen bieten die ehrenamtlichen TeamerInnen an den Abenden, in den Mittagspausen oder spontan zwischendurch Spiele, Gruppenaktionen oder auch mal eine „Wasserschlacht“ an. Am Ende einer jeden Werkwoche gestalten die Teamer mit dem Kirchlichen Assistenten der J-GCL gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen einen Gottesdienst, der fester Bestandteil des Abschlusses einer Werkwoche ist. Hier werden Themen aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in Zusammenhang mit Glaubensfragen auf kreative Weise berührt. Ein Theaterstück oder eine Malaktion sind immer wiederkehrende Elemente, die die Verbindung zu Gott schöpferisch zum Ausdruck bringen.

Daneben ist natürlich auch der spezielle Charme des alten Fabrikgebäudes mit seinen einladenden Atelierräumen von Bedeutung, hier hat die Ordnung eine nachrangige Rolle, die kreative Freiheit steht beim Werken im Vordergrund. In den Werkwochen wird auf den Stufen der Treppen das selbstgekochte Essen verspeist und im ca. 40 qm großen Innenhof zwängen sich bei gutem Wetter bis zu 50 Kinder um die Tische, und gestalten Speckstein oder behauen Ytongsteine. Die TeamerInnen werden nicht müde sich immer wieder neue Ideen für Gruppenangebote einfallen zu lassen, bei denen der Spaß am Spiel im Vordergrund steht.

Die Werkwochen werden in den Schulferien angeboten, in dieser Zeit sind die Kinder und Jugendlichen besonders offen für neue Erfahrungen und Experimente. Sie gestalten ihre Zeit in den Werkwochen nach den eigenen Bedürfnissen und Wünschen, ohne Lehrplan und Leistungsansprüche. Auf dieser Basis können freie künstlerische Arbeiten entstehen, die verschüttete Potentiale bei den Teilnehmenden aufbrechen und oft überraschende Ergebnisse zu Tage fördern können.

Im Zeitalter zunehmender Individualisierung ist die Erfahrung von Großgruppenleben besonders wichtig für die Kinder und Jugendlichen, da in der Schule stärker personenbezogene Leistungen gefördert werden. In dem bewusst offen gestalteten Raum der Werkwochen wird die Eigenaktivität der Teilnehmenden besonders herausgefordert. Der/die Einzelne stellt sich den Anforderungen der anderen GruppenteilnehmerInnen und lernt Bedürfnisse zurückzustecken oder diese gegenüber Anderen einzufordern. Hier wird die Selbstkompetenz und das konstruktive Problemlösungspotential gestärkt.

Die vielgerühmte Werkwochenfamilie erhält in den letzten Jahren eine wichtige Funktion für Kinder, die aus Problemfamilien kommen und in der Werkwoche einen Ruhepol mit verbindlichen Beziehungsangeboten finden. Besonders Einelternfamilien und berufstätige Eltern sind auf die Werkwochen als wichtiges Betreuungsangebot in den Ferien angewiesen, hier übernimmt die Werkwoche eine wichtige Funktion, die aktiv mit kreativen Medien und vielfältigen Beziehungsräumen gefüllt wird. Darüber hinaus haben Kinder in den Werkwochen die Chance sich selbst in einer neuen Gruppenstruktur zu erproben und alternative Rollenmuster auszuprobieren, die in festeingefahrenen Strukturen der Schule, Familie und Nachbarschaftsgruppe festgelegt sind und dort keine Veränderungen mehr zu gelassen sind. Die Rollenkompetenz wächst und wird durch das vielfältige Angebot von Alters- und Interessensgruppen lebendig erweitert.

Die unterschiedlichen Angebotsformen der J-GCL ergänzen sich inhaltlich, personell und letztlich in der Zielgruppe. Viele Kinder, die in den Projekten an Schulen oder mit Klassen unsere Arbeit kennen lernen, kommen in den Werkwochen wieder und bauen dort langfristige Bindungen zu den Teilnehmenden und Teamern auf. Dann wird die musisch-kreative Arbeit der J-GCL zu einem wichtigen Kristallisationspunkt ihrer Entwicklung und kann Früchte tragen.

Ein Zukunftsblick

Die Förderung der Kreativität bei Kindern und Jugendlichen ist Heute eine zentrale Aufgabe der Jugendbildung, den hier werden Experimentierfreude, visionäres Denken und Kooperation geübt, die für eine aktive Teilhabe an Gesellschaft und Berufsleben wichtig sind. Kreative Medien begeistern Kinder und Jugendliche und motivieren zu weitreichendem Engagement, stärken ihr Selbstvertrauen, ihre Handlungsfähigkeit und fördern ihre Improvisationsbereitschaft, wichtigen Schlüsselqualifikationen, die im zukünftigen Arbeitsleben an Bedeutung gewinnen.

In den Kooperationsprojekten mit Schulen gelingt es der J-GCL, trotz der formalisierten Rahmenbedingungen, ganzheitliches Lernen und selbstbestimmtes Gestalten in kreativen Werkstätten zu ermöglichen. Die KünstlerInnen knüpfen an den Stärken und Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen, sie sind offen für jede Veränderung und neugierig auf die jeweiligen Perspektiven der Kinder. In den Arbeitsprozessen nehmen sie die deren Bedürfnisse sehr ernst und bleiben stets einen Schritt hinter der Aktivität der Kinder und Jugendlichen zurück und begreifen sich selbst als Forschende in einer Welt von kleinen Visionären.

Im Zusammenhang mit der politischen Debatte nach PISA werden stärkere Eigenständigkeit und kreatives Problemlösungsvermögen von Kindern gefordert. Das traditionelle Schulsystem stößt hier an seine natürlichen strukturellen Grenzen. Deshalb sind Kooperationen zwischen Schulen und Jugendarbeit wichtige Eckpfeiler für eine innovative Diskussion im Bildungswesen. Die Erfahrungen aus den Projekten der letzten Jahre weisen in die richtige Richtung. Die Praxis der kreativen Bildung vermittelt auf spielerische und lustvolle Weise zentrale Schlüsselqualifikationen und erweitert das Wahrnehmungsspektrum der Kinder und Jugendlichen. Es macht sie zu selbstbewussten, verantwortungsvollen Menschen, die den Anforderungen der modernen Gesellschaft gewachsen sind und diese aktiv mitgestalten wollen. In kreativen Projekten haben sie gelernt ungeahnte Potentiale zu aktivieren und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der J-GCL tun dies bereits im Rahmen ihres Engagements für die unterschiedlichen Angebote an Schulen und in den Werkwochen und tragen so diese „alte“ Idee mit Begeisterung weiter.

Sibylle Keupen

Seit 1994 Leiterin der Bleiberger Fabrik und Erwachsene Mitarbeiterin der GCL-MF

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